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Hauptstadt, Einwohner: 400.000, Höhe: 0-210 m.

An der Nordostspitze von Gran Canaria erstreckt sich die Hauptstadt der Insel, nämlich Las Palmas de Gran Canaria. Las Palmas ist mit Abstand die größte Stadt des Kanarischen Archipels und die siebtgrößte Stadt von Spanien. Sie wurde am 24. Juni 1478 vom Eroberer der Insel, Juan Rejón, gegründet und verdankt ihren Namen den vielen Palmen, die an jener Stelle wuchsen.

Nach der abgeschlossenen Eroberung der gesamten Insel im Jahre 1493 wurde auch der Bischofssitz hierher verlegt und die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Brückenkopf in den stetig wachsenden Handelsbeziehungen zwischen der Alten und Neuen Weit. Im 16. Jh. wurde Las Palmas wiederholt von englischen, französischen und portugiesischen Seefahrern angegriffen. Im Jahre 1599 konnte der groß angelegte Angriff des Holländers van der Does auf die Stadt erfolgreich abgewehrt werden. Das 17. und 18. Jh. brachte zunehmenden wirtschaltliehen Wohlstand für die Stadt und ihre Bewohner, doch mit dem Ausbau des Hafens Puerto de Ia Luz ab dem Jahre 1883, dem schwunghaften Bananenhandel und der Einführung der Zollfreiheit begann der unaufhaltsame Aufschwung und das räumliche Wachstum der Stadt. Der Fremdenverkehr entdeckte bereits um 1900 die schönen Strände im Westen von Las Palmas, die ersten Hotels wurden um 1940 erbaut. Nach dem Bau des neuen Großflughafens Gando um 1960 im Süden der Stadt büßte Las Palmas seine zentrale Bedeutung für den Tourismus ein. Im Jahre 1990 wurde die Universität gegründet und seit 1994 besitzt das Messegelände auch eine moderne Kongress- und Tagungsstätte.

Die einzelnen Stadtteile Las Canteras, Vegueta, Santa Catalina, Alcaravaneras, Ciudad Jardín, Triana und Ciudad del Mar bilden mittlerweile eine zusammenhängende städtebauliche Einheit. Als besonders sehenswert gilt die behutsam sanierte Altstadt von Vegueta, dem historischen Stadtkern von Las Palmas.
Sehenswert in der Stadt und in der Umgebung Vegueta Der Mercado de las Palmas ist die älteste Markthalle der Insel und bietet eine gute Übersicht über heimische Produkte. Die kleine Kapelle San Antonio Abad stammt ursprünglich aus dem 15. Jh. und wurde im 18. Jh. zur heutigen Form umgebaut. Im früheren Palast des Inselgouverneurs und einem kleineren Privathaus wurde im Jahre 1952 das Museum Casa Colón eingerichtet. Der Entdecker Christoph Columbus soll hier 1492 beim Gouverneur zu Gast gewesen sein, als eines seiner Schiffe repariert wurde.

Deshalb trägt der Baukomplex seinen Namen. In zwölf Sälen zeigt das Museum die vier Sammlungen zur Geschichte von Gran Canaria und Amerika. Sehenswert ist außerdem auch die kleine Bildergalerie mit Gemälden aus dem 16. - 19. Jh. Das Centro Atlántico de Arte Moderno („CAAM“ = Atlantisches Zentrum für Moderne Kunst") wurde im Jahre 1989 eröffnet und zeigt Werke von zeitgenössischen kanarischen und spanischen Künstlern. Im Museo Diocesano de Arte Sacro (Diözesanmuseum) sind bedeutende Kunstwerke der Insel zu finden, darunter das spätbarocke Prozessionskruzifix von Lujan Perez (1756- 1815), den „Christus des Kapitelsaales“ („Cristo de Ia Sala Capitular“), in den oberen Räumen eine Holzskulptur der Santa Catalina (16. Jh.), die Statue „Virgen col el Niño“ („Jungfrau mit Kind“) aus dem 16. Jh. und „San Roque“ (St. Rochus") aus dem 17. Jh. Vom Kreuzgang kann man die Kathedrale Santa Ana betreten.
Der Vorgängerbau wurde Ende des 15. Jh. errichtet und nach einem Brand Ende des 18. Jh. in der jetzigen Form wiederaufgebaut. Von der kostbaren Innenausstattung ist der barocke Hochaltar sehenswert sowie Skulpturen der zwölf Apostel und die Figur der „La Dolorosa“ („Die Schmerzensreiche“) von Lujan Perez in der rechten Seitenkapelle. An der Plaza Santa Ana stehen die bronzenen Skulpturen von lebensgroßen, schwarzen Hunden, die den Inseln wahrscheinlich den Namen gaben (das lateinische Wort canis heißt Hund). Das Alte Rathaus (Casa Consistorial) steht gegenüber der Kathedrale. Der heutige Bau wurde nach einem Brand in der Mitte des 18. Jh. errichtet. In dem Adelspalast links vom Rathaus wurde das Archivio Historico Provincial Joaquin Blanco untergebracht.
Rechts vom Rathaus steht die Casa del Regente, das Haus der Generalkapitäne, die politische und militärische Statthalter der spanischen Krone waren. Der Palacio Episcopal (Bischofspalast) ist ein schlichter Renaissancebau. Das Museo Canario in der Calle (Straße) Dr. Verneau 2, wurde bereits im Jahr 1880 angelegt und gilt als das bedeutendste Museum des gesamten Archipels für Lebensweise und Kultur der altkanarischen Bevölkerung. Besonders sehenswert sind die Rekonstruktionen der Nekropole und der Cueva Pintada von Galdar. In der Präsenzbibliothek findet man etwa 40.000 Bücher zum Thema Kanarische Inseln. Als eine der schönsten Kirchen der Stadt gilt die Iglesia de Santo Domingo aus dem 17./18. Jh. Im Inneren stehen schöne Barockaltäre mit Skulpturen von Lujan Perez. Das ehemalige Kloster Santo Domingo am gleichnamigen Platz ist jetzt Sitz des Colegio Insular de San Antonio. Das Theater Teatro Galdos wurde zu Beginn des 20. Jh. erbaut und ist dem Inseldichter Benito Perez Gald6s gewidmet.

Triana

Die Fußgängerzone der Calle Mayor de Triana weist schöne Jugendstilgebäude auf. An der dreieckigen Plaza Cairasco steht das Gebäude des ersten Theaters, das im Jahre 1884 in das Gabinete Literario, einen Kulturtreffpunkt mit Dichterlesungen, umgebaut wurde. Mit dem Bau der kleinen Kirche Iglesia San Francisco Asis wurde bereits im Jahre 1518 begonnen. Nach ihrer Zerstörung im Jahr 1599 wurde sie im 17. Jh. wiederaufgebaut.
Im Inneren sind schöne Holzstatuen von Lujan Perez und eine bemerkenswerte Mudéjardecke zu sehen. Die Marienfigur „Virgen de la Soledad“ („Jungfrau der Einsamkeit“) soll die Gesichtszüge der Königin Isabella von Kastilien (1451 -1504) tragen und gilt als kostbarster Kirchenschatz. Das Museo Perez Galdos mit Bibliothek und Werksammlung befindet sich im Geburtshaus des Dichters. Am südlichen Ende des Parque San Telmo steht die Kapelle Ermita de San Telmo aus dem 17. Jh. Die Kapelle ist dem Schutzpatron der Fischer geweiht. Im Inneren sind reichgeschmückte Barockaltäre, die Votivbilder in der Kapelle und die Deckentäfelung im Mudéjarstil sehenswert.
Der verkachelte Jugendstilpavillon gegenüber der Kirche wurde originalgetreu restauriert und dient als Café.

Ciudad Jardín

Der Parque Doramas mit dem Guanchen-Denkmal und schönen Drachenbäumen bildet den Mittelpunkt des Villenviertel Ciudad Jardín. Vom Aussichtspunkt „Altavista“ genießt man einen wunderbaren Blick über die Stadt und das Meer. Im luxuriösen Hotel Santa Catalina ist das Städtische Casino untergebracht. Mit dem Bau des Pueblo Canario in kanarischer Architektur wurde im Jahre 1939 begonnen. Auf der Plaza führen bei freiem Eintritt regelmäßig Folkloregruppen traditionelle Tänze in historischen, farbenprächtigen Kostümen vor. Im Museo Nestor sind Werke des kanarischen Malers Nestor Martin Fernández de la Torre (1887- 1938) ausgestellt.
Santa Catalina in der Nähe des Parque Santa Catalina befindet sich das Informationsbüro. Südlich davon wird jeweils am Sonntagvormittag ein Flohmarkt („Rastro“) abgehalten. Die beiden restaurierten Lagerhäuser werden zur Karnevalszeit in die Kulissen integriert. Der jährliche Karnevalsumzug („cabalgata“) ist einer der festlichen Höhepunkte auf der Insel.

Hafen

Die gusseisernen Konstruktionen des Mercado del Puerto wurden bei der Restaurierung im Jahr 1996 wieder instandgesetzt. Die kleine Festung Castillo de la Luz über dem Hafen wurde bereits im Jahre 1494 zum Schutz vor Piratenüberfällen errichtet. Das Kastell wurde beim Überfall des Holländers van der Doez im Jahre 1599 durch einen Brand zerstört und dient nach seiner Restaurierung als Ausstellungs- und Kulturzentrum.
Der schöne, moderne Handelshafen kann auf Anfrage besichtigt werden. Das anschließende ehemalige Fischerviertel Isleta hat sich im Laufe des ungehinderten Wachstums zu einem der größten Slum- und Armengebiete von Europa entwickelt.

Playa de las Canteras

Die vor allem am Wochenende von den Einheimischen viel besuchte Playa de las Canteras ist das Zentrum des Tourismus von Las Palmas. Die vorgelagerten Riffe halten die starke Brandung ab und schützen den Strand vor zu hohen Wellen.

Nähere Auskünfte über Behörden, Tourismusamt etc: Das Büro, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.dasbuero.es

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